Für MotoGP-Star Marc Márquez hat sich die Hoffnung auf einen vorzeitigen WM-Triumph in Katar nicht erfüllt. Der Titelverteidiger wurde beim drittletzten Grand Prix der Saison Zweiter und muss damit auf seine insgesamt zehnte Weltmeisterkrone warten. Vor dem nächsten Lauf in Portimao/Portugal (20. bis 22. November) hält der spanische Ducati-Pilot aber alle Karten in der Hand.
Márquez, am Samstag Sieger im Sprint, führt mit jetzt 431 Punkten weiter klar vor dem angeschlagenen Jorge Martín (Spanien/371), der am Sonntag starker Siebter wurde. Dritter im Klassement ist Marco Bezzecchi (357/beide Aprilia), der Italiener gewann das 20. Saisonrennen unter Flutlicht überlegen vor Márquez und Raúl Fernández (Spanien/Aprilia). Bezzecchi ist der einzige MotoGP-Fahrer, der seine ersten zwölf Siege auf zwölf verschiedenen Strecken holte.
Für den Gewinn seines achten WM-Titels in der Königsklasse MotoGP hätte Márquez beim Rennen auf dem Lusail International Circuit siegen und Martín, der sich vor zwei Wochen einen Handgelenkbruch zugezogen hatte, leer ausgehen müssen. Durch den Ausgang haben die Verfolger Martín und Bezzecchi rechnerisch noch Chancen. Maximal 74 Punkte sind in der WM noch zu holen.
Das Event in der Wüste war wegen der Sicherheitslage im Nahen Osten umstritten. „Ich wäre gerne woanders“, hatte Weltmeister Márquez am Donnerstag erklärt: „Aus diesem Grund bin ich mit dem spätestmöglichen Flug angereist, und ich werde mit dem frühestmöglichen Flug wieder abreisen.“ Yamaha hatte seine Teilnahme in Lusail abgesagt.