Deutschlands Para-Dressurreiterinnen haben an ihrem zweiten Wettkampftag bei den Weltmeisterschaften in Aachen für die nächsten Medaillen gesorgt. Im Einzelentscheid der Klasse Grade IV ritt am Donnerstagvormittag zunächst Anna-Lena Niehues mit Vive L’Amour zu Silber, wenige Stunden später ließ Regine Mispelkamp in der Klasse Grade V mit Highlander Delight’s dann die Bronzemedaille folgen.
„Als ich eingeritten bin, wurde ich schon ein bisschen emotionaler und habe gedacht: ‚Oh Gott, wir haben es tatsächlich hierhin geschafft!'“, freute sich Niehues nach ihrem Auftritt: „Und dann habe ich gedacht: ‚Okay, ich muss mich konzentrieren, dann machen wir das auch‘.“
Geschlagen geben musste sich Niehues, die schon bei den Paralympischen Spielen in Frankreich zu drei Medaillen ritt, mit 74,639 Prozentpunkten nur der starken US-Amerikanerin Kate Shoemaker (78,889). Helen Brandt kam als zweite deutsche Starterin auf Platz acht (70,028).
Auch die dreifache Europameisterin Mispelkamp, die wie Niehues mit drei Medaillen aus Paris zurückkehrte, durfte nach einer starken Leistung (72,974) vor heimischer Kulisse jubeln. In Aachen zu reiten ist ein „Kindheitstraum – der ist wahr geworden, wir haben hart dafür gekämpft in der Saison“, resümierte sie.
Weitere Medaillenchancen gibt es in der Soers für beide Reiterinnen noch in der Mannschaft und der Kür.