Basketball-Meister Alba Berlin hat sich vor eigenem Publikum für das verlorene Pokalfinale revanchiert und Titelverteidiger Bamberg Baskets im Achtelfinale aus dem BBL-Pokal geworfen. Ohne einige verletzte Leistungsträger um den kurzfristig ausgefallenen Nationalspieler Jack Kayil bezwangen die Berliner den amtierenden Champion aus Franken dank eines starken Schlussspurts mit 83:71 (33:41).
Auf dem weiteren Weg zum Titel trifft Alba am 12. Dezember im Viertelfinale nun auswärts auf Aufsteiger Phoenix Hagen, während Bayern München im Derby bei den Würzburg Baskets antritt.
„Da ist eine Last von unseren Schultern gefallen. Insbesondere nach den letzten schweren Wochen“, sagte Berlins Malte Delow nach der genommenen Achtelfinal-Hürde bei Dyn. Zuvor war der Small Forward mit seinen 18 Punkten neben Top-Scorer Justin Bean (20 Punkte) maßgeblich an der erfolgreichen Berliner Wende beteiligt gewesen.
Dass das „Do-or-die-Spiel“ für Berlin zu einer äußerst kniffligen Aufgabe werden würde, hatte Meistercoach Pedro Calles bereits im Vorfeld gemutmaßt. „Aufgrund der diversen Verletzungen stehen wir immer noch vor einigen Herausforderungen, was die Entwicklung als Team betrifft“, sagte Calles, der den erst am Freitag präsentierten Neuzugang Yankuba Sima (Center) einsetzte. Auf Kayil, der an einer Muskelverletzung in der Wade laboriert, musste der Spanier allerdings verzichten.
Alba, das in der Liga mit einer ernüchternden Bilanz (zwei Siege, drei Niederlagen) lediglich Tabellen-13. ist, tat sich vor allem in der ersten Hälfte erwartungsgemäß schwer. Dank einer besseren Dreierquote waren die Gäste zunächst überlegen. Doch Alba erhöhte nach der Pause sukzessive den Druck.
Die Bamberger, die sich vor acht Monaten in einem packenden Finale in München mit 74:72 den Pokal geholt hatten, verloren dann vor allem im letzten Viertel die Nerven. Die 13 Punkte von Richard Balint reichten gegen die sich zunehmend in einen Rausch spielenden Berliner nicht aus.