Der Jubilar wusste erst einmal nichts von seinem Jubiläum. Ermedin Demirovic gab einigermaßen verdutzt zu, nach der Partie erfahren zu haben, dass er gerade sein 100. Pflichtspiel für den VfB Stuttgart absolviert hatte. „Ich wusste es vorher gar nicht. Das ist schon schön, das geht so schnell“, sagte der Angreifer, der den besonderen Tag mit einem Doppelpack gekrönt hatte.
Deniz Undav, der Demirovic einen Treffer in der Partie bei Bayer Leverkusen (4:2) vorbereitet hatte, lobte seinen Kollegen für einen „überragenden“ Auftritt, „wie er die Räume zieht, die Duelle gewinnt und als Torjäger“. Dieser Doppelpack gefiel Demirovic dazu deutlich besser als der, den er bei der dürftigen Vorstellung gegen das Schlusslicht Borussia Mönchengladbach unlängst geschnürt hatte.
Fünf Treffer in der Liga, vier Tore in der Champions League – wenn Demirovic trifft, dann meist mehrfach in einem Spiel. Einzig die Konstanz über mehrere Partien hinweg fehlt dem Bosnier, der vor rund zwei Jahren vom FC Augsburg zu den Schwaben gewechselt war. Er versuche, sofort mit den Dingen abzuschließen: „Heute läuft es gut, dann schreibt jeder, dass ich ein Topstürmer bin. Morgen mache ich ihn nicht rein, dann sagt jeder, dass ich der größte Flop bin.“
Er sei ohnehin ein „Typ, der über die harte Arbeit kommt“. Einer, dem das einmal mehr hitzige Duell in Leverkusen vielleicht auch deshalb besonders lag. Es mache Spaß, gab Demirovic zu, „genau diese Zweikämpfe, genau diese harten Duelle“. Und das auch noch in einem Jubiläumsspiel.