Krösche-Abschied unter Tränen: „Immer ein Eintrachtler“

Krösche-Abschied unter Tränen: „Immer ein Eintrachtler“
Krösche verabschiedet sich unter Tränen von der Eintracht
picture-alliance/dpa/SID/Florian Wiegand

Markus Krösche hat sich einen Tag nach seiner Freistellung auf eigenen Wunsch bei Eintracht Frankfurt emotional und unter Tränen von den Fans des Fußball-Bundesligisten verabschiedet. Bei der Mitgliederversammlung der SGE am Montagabend sagte der langjährige Sportvorstand: „Normalerweise bin ich ein ruhiger, eher kalter Typ. Aber die letzten Tage waren für mich sehr emotional.“ Er werde „immer ein Eintrachtler bleiben.“ In der Frankfurter Jahrhunderthalle erhielt der 46-Jährige, der zur Saison 2021/22 Sportvorstand am Main wurde, Standing Ovations.

Für vier weitere Jahre im Amt bestätigt wurde auf der Mitgliederversammlung derweil Präsident Mathias Beck. Der 55-Jährige erhielt bei 1250 stimmberechtigten Mitgliedern nur drei Gegenstimmen, zudem gab es es zehn Enthaltungen. Beck ist seit 2024 Präsident und Aufsichtsratsvorsitzender der Eintracht.

Am Sonntagabend hatte die SGE bekannt gegeben, dass der Klub Krösches Wunsch auf sofortige Freistellung entsprochen habe. Der noch bis zum 30. Juni 2028 laufende Vertrag bestehe demnach angepasst fort. Am Montag nutzte Krösche, in dessen Amtszeit unter anderem der Gewinn der Europa League 2022 fällt, noch einmal die Gelegenheit, zu den Anhängern zu sprechen: „Ihr habt mir gezeigt, was es bedeutet, in einem Traditionsklub zu arbeiten – das hat mir so viel Energie, Power und Leidenschaft gegeben“, sagte er. Bei seiner Rede geriet Krösche mehrfach ins Stocken.

Der Sportchef stand Anfang der Saison in der Kritik, vor allem die Verpflichtung von Trainer Albert Riera galt als großer Fehler. Auch wurde ihm das schwache Preis-Leistungs-Verhältnis des Kaders in der vergangenen Saison vorgeworfen. Der zähe Transfersommer sorgte ebenso für Unruhe wie ein Immobilienkauf in Kroatien. Laut Medienberichten gilt Krösche, in dessen Amtszeit die Eintracht ein Transferplus von fast 150 Millionen Euro erwirtschaftet, nun als Kandidat auf den Posten des Sportdirektors beim italienischen Spitzenklub AC Mailand.


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