Die ARD stellt aus Kostengründen die weitere Zusammenarbeit mit ihrem Dopingexperten Hajo Seppelt (63) auf den Prüfstand. „Das werden wir jetzt in Ruhe besprechen. Wir werden neue Formen finden müssen“, sagte ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky im Interview mit dem Magazin Sportjournalist angesichts des Spardrucks beim öffentlich-rechtlichen Senderverbund: „Wir hoffen, dass wir weiterhin zusammenarbeiten werden. Dafür bedarf es, das auf unterschiedliche Beine zu stellen. Alleine im Sport ist es schwierig.“
Seppelt sei „genauso wenig ausgenommen von Sparmaßen wie alle anderen Bereiche“, sagte Balkausky und erklärte, dass bei der ARD Etats und Budgets „massiv“ gekürzt werden: „Und wir gehen davon aus, dass dieser Trend anhält.“ Ob es in Zukunft eine weitere Zusammenarbeit mit Seppelt gebe, liege aber nicht allein an der ARD: „Wenn wir Dinge verändern, müssen sich beide Seiten damit arrangieren.“
Seppelt ist nicht bei einem Sender der ARD angestellt, sondern produziert seine Inhalte mit seiner Firma EyeOpening.Media, die seit 2017 Exklusiv-Vertragspartner der ARD ist. Am 13. November erscheint Seppelts neueste Dokumentation zum Thema Kinderdoping.
Man müsse sich auf „etwas Erschreckendes“ einstellen, kündigte Balkausky an: „Hajo Seppelt und sein Team haben sehr harte Fälle aufgedeckt, auch Todesfälle.“ Die Recherchen sollten „hoffentlich zum Nachdenken und auch zum Handeln“ anregen.