18 Tage nach seiner Verhaftung wegen Korruptionsverdachts ist Radoslaw Piesiewicz als Präsident von Polens Olympischem Komitee (PKOI) abgesetzt worden. Das teilte der neue PKOI-Interimschef Marian Kmita am Montag mit.
„Der Vorstand hat die endgültige Entscheidung getroffen, […] mir die Aufgaben des amtierenden Präsidenten des PKOl zu übertragen“, erklärte Kmita vor Journalisten. Kmita wird das PKOI bis zum Ende von Piesiewiczs regulärer Amtszeit im kommenden April leiten.
Piesiewcz soll im Zusammenhang mit der Vergabe von Sponsorenverträgen Schmiergeldzahlungen der Kryptowährungs-Plattform Zondakrypto erhalten haben. Das mittlerweile insolvente Unternehmen, seit 2025 Hauptsponsor des PKOI, steht unter Verdacht, Verbindungen zu nationalistischen Oppositionsgruppen, zum organisierten Verbrechen und zu russischen Geheimdiensten zu unterhalten.
Angaben polnischer Medien zufolge soll Piesiewicz vom Zondakrypto-Chef Przemyslaw Kral diverse Zuwendungen erhalten haben, darunter eine Luxus-Uhr, Reisen nach Monaco und Bergamo sowie Fußballtickets. Piesiewicz bestreitet die Vorwürfe. Die Uhr beispielsweise, behauptet der frühere Präsident des polnischen Basketball-Verbandes, habe er Kral abgekauft.