Die Ruder- und Kanu-Wettbewerbe bei den Olympischen Spielen 2032 in Australien werden im Fitzroy River ausgetragen – der Fluss ist Lebensraum für Salzwasserkrokodile. Die Entscheidung fiel nach einer „gründlichen und umfassenden Prüfung“, wie es hieß.
Doch die Wahl des Fitzroy River gilt gar nicht so sehr wegen der dort lebenden Krokodile als umstritten, vielmehr galten die größten Bedenken den technischen Voraussetzungen und der Chancengleichheit für die Athleten. Schließlich ist der Fluss anfällig für Überschwemmungen und weist starke Strömungen auf, die zu ungleichen Wettkampfbedingungen führen können.
Eine Prüfung durch die Ruder- und Kanu-Weltverbände sowie den Olympia-Organisatoren kam jedoch zu dem Ergebnis, dass der Fluss für die Austragung der Wettbewerbe geeignet sei.
Die Gefahr durch Krokodile wurde in der Untersuchung nicht berücksichtigt. Verantwortliche hatten jedoch bereits zuvor erklärt, dass es „entsprechende Verfahren“ für die Meldung von Krokodilsichtungen geben werde.
Andrew Liveris, Chef des Organisationskomitees von Brisbane 2032, hatte das Problem bereits im vergangenen Jahr heruntergespielt. „Im Meer gibt es Haie und wir surfen trotzdem. Es geht darum, Dinge möglich zu machen und nicht darum, zu sagen, dass sie nicht möglich sind“, sagte er damals.
Der Fitzroy River fließt rund 600 Kilometer nördlich von Brisbane, dem Zentrum der Olympischen Spiele 2032. Sichtungen von Krokodilen sind dort gelegentlich zu verzeichnen, weiter nördlich sind die Raubtiere deutlich häufiger anzutreffen.