Angeführt von Rekord-Olympiasiegerin Isabell Werth sind die deutschen Dressurreiter bei den Heim-Weltmeisterschaften in Aachen mit einem dominanten Ergebnis zum Mannschaftsgold geritten. Die erfolgreichste Dressurreiterin der Geschichte und ihre Erfolgsstute Wendy brachten den Vorsprung als Schlusspaar ins Ziel und machten den 13. Titel für Deutschland mit insgesamt 235,063 Prozent perfekt. Durch den Sieg vor den Mannschaften aus Großbritannien (231,445) und Dänemark (229,426) vereint die deutsche Equipe nun die drei größten Titel des Sportes.
Werth und Wendy ritten am Mittwochabend mit einer etwas wackeligen Vorstellung im Aachener Hauptstadion zu 79,876 Prozentpunkten, insgesamt war es die viertbeste Leistung des Tages. Das Top-Ergebnis lieferte die Dänin Cathrine Laudrup-Dufour mit Freestyle (82,376). Ihre Stellung als Dressur-Weltmacht hat die Mannschaft von Bundestrainerin Monica Theodorescu damit aber bewiesen. Vier Jahre nach dem WM-Bronze von Herning sind die deutschen Reiter dank einer guten Mannschaftsleistung wieder das Maß aller Dinge: Dem Olympia-Gold von Paris 2024 und dem EM-Sieg des Vorjahres folgte nun der dritte große Erfolg nacheinander.
„Ich freue mich sehr. Wir haben eine super Mannschaftsleistung hingelegt“, sagte Werth, die bei ihrer Rückkehr nach Aachen ihren insgesamt zehnten WM-Titel holte, in der ARD. 20 Jahre nach ihrem Doppelgold mit Satchmo bei der letzten Austragung der Wettkämpfe in der Soers konnte sich die Dressurikone auf die gesammelte Stärke der Mannschaft verlassen, die sie mit über vier Prozentpunkten Vorsprung auf das Viereck schickte.
„Ich bin sicher, dass wir das mit kontrolliertem Risiko gut nach Hause gebracht haben“, sagte Werth. Denn ihre Teamkollegen Katharina Hemmer (mit Denoix) und Frederic Wandres (mit Bluetooth), Teil des siegreichen EM-Teams 2025, trumpften mit 79,224 und 75,963 Prozentpunkten auf. Raphael Netz lieferte auf Camelot bei seinem ersten Großereignis eine starke Leistung (73,338), in die Wertung zählen jedoch nur die besten drei Ergebnisse.
Die nächsten Medaillen könnten bereits am Freitag im Grand Prix Spezial (ab 10.50 Uhr) folgen. Neben Mitfavoritin Werth hat sich auch WM-Debütantin Hemmer in den Fokus geritten. Als Titelkandidaten gelten neben Dufour und Werth auch Europameister Justin Verboomen (Belgien) und Weltmeisterin Lottie Fry (Großbritannien).