Eintracht Frankfurt hat seinen zarten Aufschwung nicht fortgesetzt, aber eine Niederlage gerade noch verhindert. Nach zuletzt zwei Pflichtspielsiegen kam das Team von Adi Hütter beim Aufsteiger SC Paderborn immerhin noch zu einem 2:2 (1:1). Jonathan Burkardt traf spät per Hacke (90.+3) zum Endstand.
Überschattet wurde das Spiel von einem medizinischen Notfall. Ein Fan war nach Angaben der Polizei aus dem Gästeblock gestürzt und dabei lebensgefährlich verletzt worden.
Wenige Minuten nachdem der Auswärtsblock aufgrund des Notfalls verstummt war, erzielte Burkardt (23.) die Führung für die Gäste. Raphael Obermair (45.) glich für Paderborn aus. Der eingewechselte Marvin Pieringer (73.) drehte die Partie per Foulelfmeter. Kurz darauf musste Frankfurts Elias Baum (75.) mit Gelb-Rot vom Platz. In Unterzahl schlug die Eintracht spät zurück.
Vor 15.000 Fans verzichtete Hütter zunächst auf den formstarken Stürmer Younes Ebnoutalib. Stattdessen begann Burkardt, der anders als Ebnoutalib unter der Woche nicht für die anstehenden Länderspiele von Jürgen Klopp nominiert worden war.
Burkardt rechtfertigte das Vertrauen prompt. Der Stürmer behielt nach einer Ablage von Fares Chaibi den Überblick und traf zur Führung. Wenig später schoss Chaibi (37.), diesmal auf Vorlage von Burkardt, knapp vorbei.
Doch auch die Gastgeber blieben gefährlich und belohnten sich kurz vor der Pause. Obermair stand nach einer Ecke plötzlich frei und tunnelte Keeper Noah Atubolu.
Nachdem die Frankfurter Fans in der Halbzeit den Abtransport des Verletzten mit Applaus begleitet hatten, ging es auf dem Platz rasant weiter. Inmitten vieler Chancen brachte es Paderborns Ruben Müller (52.) fertig, den Ball aus nächster Nähe neben das Tor zu setzen. Auf der Gegenseite traf Raphael Onyedika (55.) nur den Außenpfosten. Zu Beginn der Schlussphase brachte Lilian Brassier dann Pieringer zu Fall, der den fälligen Elfmeter selbst hart verwandelte. Doch Frankfurt hatte noch eine Antwort.