Gar nicht so „bedröppelt“: Füllkrug will ein „Pfeiler“ sein

Gar nicht so „bedröppelt“: Füllkrug will ein „Pfeiler“ sein
Nach der Niederlage in Freiburg: Niclas Füllkrug
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Niclas Füllkrug stand barfuß und mit verschränkten Armen vor der Kabine von Werder Bremen, als er seine missglückte Rückkehr in die deutsche Eliteklasse Revue passieren ließ. „Ich bin gar nicht so bedröppelt. Das Ergebnis sieht schlimmer aus als es war“, sagte der 33-Jährige trotz des herben 1:4 (0:2) der Hanseaten zum Saisonauftakt der Fußball-Bundesliga beim SC Freiburg: „Ich will ein Pfeiler vorne drin sein für die Mannschaft. Ich habe direkt gemerkt, dass die Bundesliga zu mir passt.“

Das traf auf seinen neuen, alten Verein am 1. Spieltag eher nicht zu. Das lag vor allem an der Galavorstellung von Yuito Suzuki. Drei Tore schenkte der Japaner im SC-Dress den Bremern ein. Werder wartet damit weiter auf den ersten Sieg beim Ligabeginn seit 2013.

Zu allem Überfluss mussten die Bremer kurz vor dem Anpfiff die Nachricht vom monatelangen Ausfall von Jens Stage wegen einer schweren Muskelverletzung verkraften. „Er ist ein absoluter Leistungsträger und ist schwer zu ersetzen“, sagte Trainer Daniel Thioune. Sportchef Clemens Fritz („Das ist ein Riesenschock“) sucht bereits nach einem Ersatz für den Dänen, der bis zum Jahresende fehlen wird. Laut kicker soll Youri Regeer von Ajax Amsterdam ausgeliehen werden.

„Wir haben einen unserer wichtigsten Spieler verloren, das macht auch was mit einer Mannschaft“, gab Füllkrug zu Protokoll: „Das ist schon eine Art ‚Worst Case‘. Wir müssen das zusammen auffangen. Aber wir dürfen nicht unruhig werden.“

Füllkrug lief zum ersten Mal seit Mai 2024 in der Bundesliga auf. Der Stürmer hatte bereits im DFB-Pokal beim Oberligisten Lüneburger SK Hansa in der Startelf gestanden – und getroffen. Beim 3:0 erzielte der Angreifer, der an der Weser einst zum Nationalspieler und Bundesliga-Torschützenkönig avanciert war, kurz nach seinem Wechsel auf Leihbasis vom englischen Premier-League-Absteiger West Ham United per Foulelfmeter das zwischenzeitliche 2:0.

In Freiburg zeigte Füllkrug ein paar gute Ansätze, vergab zwei Möglichkeiten und musste nach einer Stunde raus. „Es war ein taffer Start, aber wir dürfen nicht unruhig werden. Gewisse Automatismen passen noch nicht. Wir müssen schnell eine Connection finden“, äußerte der Torjäger: „Das wird ein herausforderndes Jahr, das kann aber auch Spaß machen.“


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