Mit Traumtoren zum Start: Freiburg mit Pflichtsieg

Mit Traumtoren zum Start: Freiburg mit Pflichtsieg
Vincenzo Grifo trifft per Freistoß zum 1:0
picture-alliance/Nordphoto/Memmler/SID/Nordphoto/Memmler

Die Europa-Spezialisten des SC Freiburg haben auf ihrer Titelmission in der Conference League gleich eine Duftmarke hinterlassen, mussten in der Schlussphase aber etwas zittern. Das Team von Julian Schuster bezwang den tschechischen Außenseiter FK Jablonec nach drückender Überlegenheit mit 3:2 (1:1) und erfüllte damit seine Pflichtaufgabe. Der personell runderneuerte Bundesliga-Tabellenführer machte sich mit einer mangelhaften Chancenverwertung das Leben aber selbst schwer.

„Die Gegentore sind unnötig. Der Gegner hatte wenig Möglichkeiten und hat dafür zu viele Tore geschossen“, monierte Schuster bei RTL+: „Wir hatten zwei Phasen, in denen wir etwas nachgelassen haben. Das sind schon wichtige Details, weil wir diese Spiele nutzen wollen, um für die Zukunft besser zu werden.“

Vincenzo Grifo (15.), ein Eigentor von Dusan Pavlovic (58., nach Videobeweis) und Maximilian Eggestein (65.) besorgten letztlich den Erfolg, der durch das unglückliche Eigentor von Matthias Ginter (29.) und einen späten Treffer von Garang Kuol (90.+3) ins Wanken geraten war. Dennoch scheint Freiburg für das Liga-Spitzenspiel bei Bayer Leverkusen am Sonntag (15.30 Uhr/DAZN) gerüstet, im fünften Anlauf soll erstmals Platz eins verteidigt werden.

Nach dem Finaleinzug in der Europa League in der Vorsaison verfolgt der Sport-Club auch im dritthöchsten Wettbewerb das Traumziel Istanbul, wo dieses Mal am 2. Juni 2027 das Endspiel der Conference League stattfindet. Zum Start warf Schuster angesichts von acht Partien in 25 Tagen die Rotationsmaschine an, gegenüber dem 2:1 gegen Schalke gab es acht Änderungen in der Startelf. Doch die Neulinge fügten sich nahtlos in das so gut funktionierende Konstrukt ein.

Cyriaque Irié (7.) und Lukas Kübler (12.) hatten jeweils noch Pech mit Lattentreffern, ehe Grifo mit einem Traumfreistoß in den Winkel die starke Anfangsphase krönte. Freiburg sprühte nur so vor Spielfreude, erspielte sich Chance um Chance – es haperte nur am Abschluss. Stattdessen gab es aus dem Nichts hinten die kalte Dusche, Ginter fälschte einen harmlosen Schuss von Rusek ins eigene Tor ab. Der Favorit wirkte etwas geschockt, der Ball lief nun nicht mehr ganz so sauber.

Erst nach der Pause ging der Sturmlauf weiter, Jablonec kam kaum einmal aus der eigenen Hälfte. Ginter zwang Pavlovic nach einer Ecke zu einem Eigentor, dann traf Eggestein mit einem Kracher aus dem Rückraum. Kurz vor Schluss wurde es noch einmal spannend, doch letztlich war der Sieg hochverdient.


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