Kanadischer Premier Carney: „Kein Vertrauen mehr in Infantino“

Kanadischer Premier Carney: „Kein Vertrauen mehr in Infantino“
Mark Carney und FIFA-Boss Gianni Infantino (re.)
POOL/AFP/SID/JIA HAOCHENG

Auch aus der Politik nimmt die Kritik an FIFA-Präsident Gianni Infantino zu. „Angesichts der Ereignisse habe ich nach all dem sicherlich kein Vertrauen mehr in Herrn Infantino“, sagte Kanadas Premierminister Mark Carney. Der Regierungschef des WM-Mitgastgebers 2026 übte am Mittwoch scharfe Kritik an der Führung des Weltverbandes und stellte Infantinos Zukunft an der Spitze der FIFA offen infrage.

„So führt man kein Unternehmen, kein kleines Unternehmen, geschweige denn etwas, das eine globale Verantwortung wie den Fußball trägt“, sagte Carney in Hinblick auf die gescheiterten Investorenpläne, die der Präsident des Weltverbandes wohl in Eigenregie gehegt hatte. Dies sollte nach Wunsch von Carney „fatal“ für Infantinos Amtszeit sein.

Der Schweizer Infantino, der am Mittwoch im FIFA-Afrika-Büro in Salé vor den Toren der marokkanischen Hauptstadt Rabat eine Krisensitzung mit hochrangigen Mitarbeitern abhielt, steht nach dem Scheitern seines Plans, Anteile an Turnieren des Weltverbandes an private Investoren zu verkaufen, unter erheblichem Druck.

Neben Kritik der Kontinentalverbände, prominenter Persönlichkeiten aus dem Fußball sowie Infantino-Vertrauten hatte sich zuletzt bereits Großbritanniens Premierminister Andy Burnham mit mahnenden Worten geäußert. Infantino sei „der falsche Mann“, um den Weltverband zu leiten, sagte der 56-Jährige.


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