Eine Woche nach dem Tod von Radprofi Finlay Tarling ist es bei der Tour of Britain der Frauen beinahe zu einem weiteren verhängnisvollen Unfall mit einem unbeteiligten Auto gekommen. Die Australierin Maeve Plouffe entging nach eigenen Angaben auf der ersten Etappe nur knapp einem Zusammenstoß mit einem Fahrzeug. „Angesichts der jüngsten Ereignisse“ sei die Situation „beängstigend“ gewesen, schrieb die 27-Jährige bei Instagram.
Tarling war am 14. August nach einem Zusammenprall mit einem auf die Rennstrecke geratenen Fahrzeug verstorben. Auch bei dem Vorfall in Großbritannien habe es sich um Autos gehandelt, die in keiner Verbindung zu dem Rennen standen. Nach einer Reifenpanne habe sie die Verfolgung des Hauptfelds aufgenommen, so Plouffe, als „Autos aus allen Richtungen auf mich zukamen, darunter eines, das mich an einem Kreisverkehr beinahe erwischt hätte“.
Der Veranstalter British Cycling Ventures kündigte eine genaue Prüfung des Vorfalls an. Plouffe wies darauf hin, dass das Peloton „noch in Sichtweite“ gewesen sei „und ich weniger als zwei Minuten zurücklag“. Später sei die Begleitung durch Motorräder „wunderbar“ gewesen, ergänzte sie. Dennoch sei die Beinahe-Kollision erschreckend mit dem Wissen, „dass dies schreckliche Konsequenzen haben kann.“
Vor dem Start der Rundfahrt hatten Fahrerinnen und Zuschauer mit einer Schweigeminute und Applaus an den tödlich verunglückten Tarling erinnert. Rennleiter Jonathan Day erklärte, die Aussagen Plouffes würden „äußerst ernst“ genommen, die Sicherheit der Fahrerinnen habe höchste Priorität.