DOSB-Wahl: Engelhardt will eng mit Mronz zusammenarbeiten

DOSB-Wahl: Engelhardt will eng mit Mronz zusammenarbeiten
Martin Engelhardt will DOSB-Präsident werden
picture alliance/Ingo Kutsche/SID/Ingo Kutsche

Martin Engelhardt will seinen Gegenkandidaten Michael Mronz im Fall seiner Wahl zum Präsidenten des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) stark ins Werben um Olympia in Deutschland einbinden. „Ich würde eng mit den deutschen IOC-Mitgliedern Michael Mronz und Kim Bui zusammenarbeiten, um Olympia nach Deutschland zu holen. Michael Mronz würde in jedem Fall weiterhin eine führende Rolle in unserer Olympia-Bewerbung spielen, auch wenn er am 5. Dezember unterliegen sollte“, sagte Engelhardt der Sport Bild.

Dies sei, so der 66-Jährige, auch der Wunsch vieler Spitzenverbände. Er selbst würde sich „vorrangig um die vielen Aufgaben in Deutschland kümmern.“ Am 5. Dezember treten Engelhardt und Mronz auf der DOSB-Mitgliederversammlung in Frankfurt am Main gegeneinander an. Engelhardt, Präsident der Deutschen Triathlon Union (DTU), hatte sich bereits 2018 zur Wahl gestellt, damals aber klar gegen Amtsinhaber Alfons Hörmann verloren.

Mronz war derweil von einer Findungskommission, besetzt mit Vertretern aus Mitgliedsorganisationen des DOSB, als Kandidat auserkoren worden. Er wirbt mit seinen internationalen Kontakten und verspricht, die deutsche Olympiabewerbung in den Fokus zu stellen. Wie Vizepräsident Engelhardt sitzt der Sportmanager aus Köln als Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) bereits im DOSB-Präsidium. Weitere Kandidaten haben noch bis zum 30. Oktober Zeit, sich zur Wahl zu stellen.

Über den Zweikampf sagte Engelhardt derweil: „Ich verstehe mich nicht als Gegner von Michael Mronz. Ich verstehe mich als innenpolitische Alternative zu ihm. Ich habe die DTU zweimal aus einer finanziell existenzbedrohenden Lage geführt, mit neuen Partnern, soliden Finanzen und klaren Strukturen. Diese Erfahrung braucht der DOSB jetzt. Michael Mronz sagt, als DOSB-Präsident habe seine Stimme im IOC mehr Gewicht und Münchens Olympia-Bewerbung mehr Durchschlagskraft. Ich sage: Wir müssen als Team mit einem optimalen Konzept, gemeinsamen Zielen und klarer Arbeitsteilung das große Ganze angehen.“


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